Im Projekt "Haftvermeidung durch soziale Integration" setzt das CJD in der Prignitz verschiedene Maßnahmen um, die der sozialen (Re-) Integration von Haftentlassenen und haftgefährdeten Personen dienen.
Angebotsart | |
Zielgruppe | |
Ambulantes Angebot | Ja |
Verbund |
Die zentralen Ziele des Modellprojektes sind:
Das Projekt besteht aus den Bereichen "Arbeit statt Strafe", "Maßnahmen für Jugendliche und Heranwachsende" und "Soziales Eingliederungsmanagement und Nachsorge". Es wird gefördert durch die Europäische Union und das Land Brandenburg.
In der Region Prignitz des CJD Berlin-Brandenburg sowie in den Landgerichtsbezirken Neuruppin und Potsdam bieten wir verurteilten Personen, die zur Abwendung einer Haft gemeinnützige Arbeit ableisten wollen, fachlich angeleitete und betreute Beschäftigungsmöglichkeiten. Insbesondere den jungen straffällig gewordenen Personen bietet die gemeinnützige Arbeit häufig erstmalig die Chance, am Arbeitsmarkt verwertbare Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erproben. Mit den arbeitsuchenden Klienten entwickeln die BetreuerInnen vor Ort gemeinsam berufliche Perspektiven und akquirieren Bildungs-und Beschäftigungsmöglichkeiten.
Wir helfen durch:
Zielgruppe des Projektes sind Straffällige, sowie deren Angehörige, innerhalb und außerhalb des Strafvollzuges, die nach der Haftentlassung keinem Bewährungshelfer unterstellt sind. Darüber hinaus richtet sich das Angebot auch an erwerbslose Haftentlassene und zu Bewährungsstrafen verurteilte, deren ökonomische, soziale, psychische oder physische Integrationsvoraussetzungen eingeschränkt sind und die in Bezug auf Arbeit und Beschäftigung eine gezielte Hilfestellung benötigen und wünschen. Die Hilfestellung für die Straffälligen erfolgt in der Regel in 4 Phasen: das sind die Haftbegleitung, die Entlassungsvorbereitung, die Entlassungsbegleitung und –betreuung sowie die Nachentlassungsbegleitung oder Nachbetreuung.
Während der 4 Phasen der Hilfestellung erfolgt eine Beratung und Begleitung zu verschiedenen Themen, wie zum Beispiel:
Der Schwerpunkt der Arbeit bezieht sich aber nicht nur auf die soziale, sondern auch auf die berufliche Integration und die Vermeidung erneuter Straffälligkeit.
Die Arbeitsmarktchancen der Klienten werden durch ein verbessertes Übergangsmanagement, von der Haftbegleitung bis hin zur Vermittlung in Beschäftigung, Qualifizierung und Arbeit, erhöht. Stufenweise aufeinander aufbauende und individuell zugeschnittene Unterstützung- und Fördermaßnahmen, im Rahmen der Entlassungsvorbereitung und einer Nachbetreuung nach der Haftentlassung, verbessern zudem die Beschäftigungsfähigkeit der Klienten.
Das Beratungsangebot kann zu regelmäßigen Sprechzeiten in der Justizvollzugsanstalt durch die Klienten wahrgenommen werden, zudem befindet sich das Büro der Anlauf- und Beratungsstelle nahe der Justizvollzugsanstalt in Neuruppin in der Fehrbelliner Straße 139.
Wichtige Komponente im Projekt ist auch hier die regionale Vernetzung von HSI mit Arbeitgebern, Zeitarbeitsfirmen, Staatsanwaltschaften, Sozialen Diensten der Justiz, Jugendgerichtshilfe, Polizei etc..
Seit Januar 2018 gibt es in dem Projekt "Haftvermeidung durch soziale Integration" (HSI) ein neues und somit drittes Projektfeld: die ambulanten, sozialen und berufsorientierenden Maßnahmen für straffällige Jugendliche und junge Erwachsene.
Die Zielgruppe:
Die Teilnahme an unserem Projekt beruht auf Freiwilligkeit und Zusätzlichkeit.
Wir leisten Einzelfallarbeit in Kombination mit sozialem Gruppentraining. Aktuell haben wir zwei Gruppen mit je 24 Teilnehmenden. Das beinhaltet konkret:
Der Zugang zu den ambulanten Hilfen kann hergestellt werden durch Selbstmelder, Eltern, Multiplikatoren, der Jugendgerichtshilfe, dem Jugendamt, den Jugendstaatsanwälten, dem Jugendrichter, der Polizei, der Schule oder Peer Groups.